Donnerstag, 19. Februar 2026

Frühlingserwachen 2026: Die schönsten Frühlingsmärkte im März in der Schweiz

Wenn der Frühling ruft: Die schönsten Märkte im März 2026 in der Schweiz

Lesezeit:        5 Min.
Publikation:    19. Februar 2026, Jessy Thür

Mit dem beginnenden Frühling erwacht die Schweiz aus dem langen Winterschlaf und lockt Einheimische wie Gäste mit farbenfrohen Märkten, duftenden Frühlingsblumen, traditionellen Handwerksständen und kulinarischen Köstlichkeiten in historische Altstädte, Marktplätze und Dorfplätze. Im März 2026 finden zahlreiche Frühlings- und Ostermärkte statt, die den Puls der Jahreszeit und die kulturelle Vielfalt der Schweiz widerspiegeln. In diesem Blogpost nehmen wir dich mit auf eine Entdeckungstour zu den schönsten Märkten des Frühlings.

Ostereiermarkt Gerlafingen – Frühlingsboten vom 13.–15. März

Der Ostereiermarkt in Gerlafingen gehört zu den ersten Frühlingsmärkten des Jahres und ist ein echtes Highlight für Familien und Kunsthandwerksliebhaber. Vom 13. bis 15. März 2026 präsentieren lokale Aussteller kunstvoll gestaltete Ostereier, traditionelle Dekorationen und liebevoll gefertigte Dekoideen – ein Fest für die Sinne und ein idealer Auftakt in die Saison. Besucher können hier nicht nur stöbern und einkaufen, sondern sich auch von der kreativen Vielfalt regionaler Handwerkskunst inspirieren lassen.

Ostermärt Greifensee – Markt und Frühlingsstimmung am See

Am 21. und 22. März 2026 verwandelt sich der malerische Ort Greifensee in einen lebhaften Frühjahrsmarkt. Der „Ostermärt“ bietet ein vielfältiges Angebot von frischen Produkten aus der Region über saisonale Spezialitäten bis hin zu handgefertigten Geschenkartikeln. Besonders die Seelage und die historische Altstadt verleihen dem Markt eine einzigartige Atmosphäre, in der sich Frühling und Tradition perfekt verbinden.

Ostermarkt mit Lunapark in Bremgarten – Frühlingsfreude für die ganze Familie

In der idyllischen Altstadt von Bremgarten (AG) findet Ende März der beliebte Ostermarkt mit Lunapark statt und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region an. Rund um den 28. und 29. März 2026 reihen sich Marktstände durch die historischen Gassen und Plätze der Stadt. Angeboten werden handgemachte Osterdekorationen, regionale Spezialitäten, Frühlingsblumen sowie liebevoll gestaltete Geschenkideen.

Ostermarkt Winterthur – Frühlingsfest am 28. März

Etwas weiter nördlich lockt der Ostermarkt in Winterthur am 28. März 2026 in die Halle 710. Dieser Markt kombiniert das traditionelle Markterlebnis mit einem herzlichen Frühlingsfest-Charakter: Marktstände, Musik und ein buntes Programm sorgen für gute Laune und bieten Gelegenheiten, regionale Produkte, Kunsthandwerk und saisonale Köstlichkeiten zu entdecken. Der Eintritt ist frei – perfekt für einen fröhlichen Tagesausflug mit der Familie.

Frühlingsmarkt Affoltern am Albis – ein Markt voller Vielfalt

Ein besonderes Ereignis im März ist der Frühlingsmarkt in Affoltern am Albis, der am 15. März 2026 stattfindet. Entlang der Bahnhofstrasse präsentieren Händler, Produzenten und Kreative ein breites Sortiment von Frühlingsblumen über handgemachte Produkte bis zu kulinarischen Spezialitäten. Die Kombination aus traditionellem Markt und festlicher Atmosphäre macht diesen Markt zu einem beliebten Treffpunkt für Familien und Freundeskreise. Zusätzlich rundet eine Chilbi (Jahrmarkt mit Fahrgeschäften) das Erlebnis ab und zieht noch mehr Besucher an.
 

Kleine Marktetappen und Frühlingsboten in der ganzen Schweiz

Neben den grossen Märkten gibt es im März auch zahlreiche kleinere Marktangebote und Veranstaltungen, die das Frühlingserwachen begleiten:

  • Chilandamarz-Festlichkeiten: Traditionelle Frühlingsbräuche wie das Chalandamarz-Fest im Engadin markieren am 1. März das Ende des Winters.
  • Wochenmärkte mit Frühlingsangeboten: In Städten wie Zürich, Bern oder Basel laufen im März die Wochenmärkte bereits mit saisonalen Produkten und ersten Frühlingskräutern. 

Tipps für deinen Besuch

Frühzeitig planen: Viele Märkte finden nur an einzelnen Tagen statt, daher lohnt es sich, den Besuch im Voraus zu planen – besonders bei den beliebten Wochenenden im März.
Öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Die Schweiz verfügt über ein exzellentes Bahn- und Busnetz. Viele Märkte sind gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Regionale Spezialitäten kosten: Ein Marktbesuch ist immer auch eine kulinarische Reise: Von regionalem Käse über frisches Gebäck bis zu handgemachten Leckereien gibt es überall etwas zu entdecken.
 

Frühlingsgefühle zwischen Marktständen und Traditionen

Der März ist in der Schweiz ein Monat voller fröhlicher Farben, lebendiger Märkte und kultureller Vielfalt. Egal, ob du traditionelle Ostermärkte wie in Gerlafingen und Greifensee besuchst, auf dem Frühlingsmarkt in Affoltern am Albis bummelst oder das erste Marktwochenende des Jahres geniesst – der Frühling zeigt sich hier von seiner schönsten Seite. Die Mischung aus Brauchtum, saisonalen Produkten, Handwerkskunst und geselligem Treiben macht diese Märkte zu unverzichtbaren Zielen für alle, die das Erwachen der Natur feiern möchten.

Wer nach weiteren Veranstaltungen in der Schweiz stöbern möchte, findet viele spannende Inspirationen auf eventkalender.ch.

Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind und Änderungen vorbehalten bleiben. Wir empfehlen, aktuelle Informationen direkt auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

Dienstag, 17. Februar 2026

Die Ostschweizer Frühlings- und Freizeit-Ausstellung

Die 48. OFFA St. Gallen 2026


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      17. Februar 2026, Jonathan Schönholzer


Die OFFA gehört zu den Veranstaltungen, die den Frühling in der Ostschweiz spürbar einläuten. Mit ihrer 48. OFFA Ausgabe knüpft die beliebte Frühlings- und Trendmesse in St. Gallen an eine lange Tradition an und zeigt gleichzeitig, wie vielseitig und zeitgemäss eine Publikumsmesse heute sein kann. Über mehrere Tage hinweg wird das Gelände der Olma Messen zum Treffpunkt für Familien, Genussmenschen, Gartenfans, Tierliebhaberinnen und Trendinteressierte.

Vielfalt zum Entdecken und Mitmachen

Die OFFA steht seit jeher für Inspiration, regionale Verbundenheit und eine grosse Portion Erlebnischarakter. Zahlreiche Ausstellende aus der ganzen Schweiz präsentieren Produkte, Dienstleistungen und Neuheiten aus Bereichen wie Wohnen, Freizeit, Mode, Gesundheit, Kulinarik und Mobilität. Dabei geht es nicht nur ums Anschauen, sondern vor allem ums Ausprobieren, Degustieren und ins Gespräch kommen.

Besonders beliebt sind die Sonderschauen, die jedes Jahr neue Schwerpunkte setzen. Ob nachhaltige Lebenskonzepte, innovative Handwerkskunst oder Trends rund um Garten und Balkon, Besucherinnen und Besucher erhalten konkrete Ideen für den eigenen Alltag. Workshops, Vorführungen und Mitmachangebote sorgen dafür, dass Theorie und Praxis nah beieinanderliegen. Wer Lust hat, kann selbst aktiv werden, Neues testen oder sich direkt von Fachpersonen beraten lassen.

Genuss, Tiere und Tradition

Ein fester Bestandteil der OFFA ist der landwirtschaftliche Bereich mit Tierschauen und Vorführungen. Kühe, Pferde, Ziegen und weitere Nutztiere bringen ländliche Atmosphäre in die Hallen und begeistern nicht nur Kinder. Die Nähe zur Landwirtschaft und zur regionalen Produktion ist ein Markenzeichen der Messe und unterstreicht ihre Verwurzelung in der Ostschweiz.

Kulinarisch hat die 48. OFFA ebenfalls einiges zu bieten. Regionale Spezialitäten, Street-Food-Stände und Degustationsangebote laden dazu ein, Neues zu probieren oder Altbewährtes zu geniessen. Von würzigem Käse über herzhafte Fleischprodukte bis hin zu süssen Leckereien, die Messe ist auch eine Entdeckungsreise durch die Geschmacksvielfalt der Schweiz. Viele Produzentinnen und Produzenten nutzen die Gelegenheit, um ihre Geschichten zu erzählen und ihre Philosophie vorzustellen. Dadurch entsteht ein direkter Austausch, der weit über einen gewöhnlichen Einkauf hinausgeht.

Tradition und Moderne gehen dabei Hand in Hand. Neben klassischen Messebereichen finden sich bekannte Schweizer Institutionen, wie der TCS, Start-ups, junge Labels und kreative Projekte, die frische Impulse setzen. Auch der FC St. Gallen ist dabei. Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz der OFFA aus: Sie verbindet Bewährtes mit Neuem und schafft Raum für Begegnungen zwischen Generationen.

Treffpunkt für die ganze Familie

Die OFFA ist mehr als eine Produktschau, sie ist ein gesellschaftlicher Anlass. Familien schätzen das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Kinderattraktionen, Streichelzoo und Unterhaltung. Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es Trendthemen, Lifestyle-Angebote und spannende Präsentationen rund um Ausbildung und Karriere. Auch für ältere Besucherinnen und Besucher bietet die Messe zahlreiche Anknüpfungspunkte, sei es im Bereich Gesundheit, Reisen oder Wohnen im Alter.

Das vielseitige Bühnenprogramm mit Shows, Interviews und musikalischen Darbietungen sorgt zusätzlich für Unterhaltung. Immer wieder stehen Persönlichkeiten aus Sport, Kultur oder Landwirtschaft im Rampenlicht und geben Einblicke in ihre Arbeit. So entsteht eine lebendige Mischung aus Information und Entertainment.

Die 48. OFFA zeigt eindrucksvoll, weshalb sie seit Jahrzehnten einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Region einnimmt. Sie bringt Menschen zusammen, fördert regionale Wertschöpfung und bietet Inspiration für den Alltag. Zwischen Marktständen, Tierschauen und Innovationsflächen entsteht eine Atmosphäre, die neugierig macht und zum Verweilen einlädt.

Wer die OFFA besucht, erlebt nicht nur eine Messe, sondern ein Stück Ostschweizer Identität, bodenständig, offen und voller Ideen für die kommende Saison.

Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind und Änderungen vorbehalten bleiben. Wir empfehlen, aktuelle Informationen direkt auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

Bildquelle: Olma Messen St. Gallen AG, Michael Huwiler, www.foto-huwi.ch 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Der Engadin Skimarathon

Zwischen sportlicher Herausforderung und alpinem Erlebnis


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      11. Februar 2026, Jonathan Schönholzer

Der Engadin Skimarathon gehört zu den eindrucksvollsten Wintersportveranstaltungen Europas. Jedes Jahr im März zieht er Tausende Langläuferinnen und Langläufer ins Oberengadin und verbindet sportliche Herausforderung mit alpiner Landschaft, Tradition und internationalem Flair. Für viele ist die Teilnahme ein persönliches Ziel, für andere ein fest eingeplanter Fixpunkt im Winterkalender. Der kommende Engadin Skimarathon verspricht erneut genau diese besondere Mischung aus Wettkampf, Gemeinschaft und Naturerlebnis.


Ein Klassiker mit Geschichte und Format

Seit seiner ersten Austragung im Jahr 1969 hat sich der Engadin Skimarathon zu einem der grössten Langlaufrennen der Welt entwickelt. Die Strecke über 42 Kilometer führt von Maloja nach S-chanf und verläuft durch eine der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften der Schweiz. Gefrorene Seen, weite Ebenen und das Panorama der Engadiner Bergwelt machen den Reiz des Rennens aus, nicht nur für Profis, sondern auch für ambitionierte Hobbysportler.

Was den Engadin Skimarathon besonders macht, ist seine Offenheit: Hier starten Eliteathleten Seite an Seite mit Freizeitsportlern aus über 60 Nationen. Ergänzt wird das Hauptrennen durch Formate wie den Halbmarathon, den Frauenlauf oder den Engadin Night Race, wodurch das Wochenende zu einem vielseitigen Sportereignis für unterschiedliche Leistungsniveaus wird.

Die Strecke: Herausforderung und Genuss zugleich

Die 42 Kilometer des Skimarathons gelten als technisch wenig extrem, sind jedoch aufgrund ihrer Länge und der Höhenlage anspruchsvoll. Die dünnere Luft, lange Gleitpassagen und wechselnde Schneeverhältnisse fordern Ausdauer, Konzentration und eine gute Renneinteilung. Besonders der Start in Maloja mit dem anschliessenden Abschnitt über den Silser- und Silvaplanersee prägt das Erlebnis nachhaltig.

Viele Teilnehmende berichten, dass der Engadin Skimarathon weniger von steilen Anstiegen lebt, sondern von Rhythmus und mentaler Stärke. Wer sich hier übernimmt, spürt die Konsequenzen spätestens auf den letzten Kilometern Richtung S-chanf. Gleichzeitig bietet die Strecke genügend Raum, um die Umgebung bewusst wahrzunehmen, ein Aspekt, der den Lauf für viele einzigartig macht.

Mehr als ein Rennen: Stimmung, Begegnungen und Emotionen

Der Engadin Skimarathon ist weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Bereits in den Tagen vor dem Start füllen sich die Orte des Oberengadins mit internationalem Publikum, sportlicher Vorfreude und lebendigem Austausch. Expo-Bereiche, Pasta-Partys und gemeinsame Wachsvorbereitungen gehören ebenso dazu wie Gespräche über Material, Wetter und persönliche Ziele.

Am Renntag selbst entsteht entlang der Strecke eine besondere Atmosphäre. Zuschauer feuern die Läufer an, Musik begleitet einzelne Abschnitte, und im Zielbereich warten Emotionen, von Erschöpfung bis purer Freude. Für viele ist das Überqueren der Ziellinie ein Moment, der lange in Erinnerung bleibt, unabhängig von der gelaufenen Zeit.

Der kommende Engadin Skimarathon knüpft genau an diese Tradition an. Er steht für sportliche Leistung ohne elitäre Abgrenzung, für Naturerlebnis ohne Inszenierung und für Gemeinschaft über Ländergrenzen hinweg. Wer teilnimmt, nimmt nicht nur an einem Rennen teil, sondern an einem Ereignis, das den Wintersport in seiner vielleicht schönsten Form zeigt.

Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind und Änderungen vorbehalten bleiben. Wir empfehlen, aktuelle Informationen direkt auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

Bildquelle: Engadin Skimarathon / Swiss-Image

Dienstag, 10. Februar 2026

Das Sechseläuten in Zürich

Ein Volksfest mit Tradition

Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      10. Februar 2026, Jonathan Schönholzer

Jedes Frühjahr richtet sich der Blick vieler Zürcherinnen und Zürcher auf ein Ereignis, das Tradition, Volksfest und gesellschaftliches Ritual zugleich ist: das Sechseläuten. Auch in diesem Jahr hat das Fest wieder gezeigt, warum es tief im Selbstverständnis der Stadt verankert ist. Zwischen Zunftstolz, Frühlingshoffnung und moderner Stadtkulisse entsteht ein Spannungsfeld, das weit über den berühmten Böögg hinausgeht.

Ein Brauch mit Haltung und Geschichte

Das Sechseläuten in Zürich blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Ursprünglich markierte es den Wechsel der Arbeitszeiten, im Sommer wurde bis sechs Uhr gearbeitet, im Winter bis fünf. Was einst ein praktischer Zeitmesser war, ist heute ein Symbol für den Übergang vom Winter in den Frühling. Im Zentrum stehen die Zürcher Zünfte, die mit ihren historischen Gewändern, Bannern und Musikformationen ein lebendiges Bild der Stadtgeschichte vermitteln.

Auch dieses Jahr war der Kinderumzug ein wichtiger Auftakt. Schulklassen, Musikgruppen und Vereine zogen durch die Innenstadt und zeigten, dass das Sechseläuten nicht nur ein Fest für Traditionsbewusste ist, sondern auch Raum für neue Generationen schafft. Die Mischung aus feierlicher Ordnung und kindlicher Ausgelassenheit macht einen grossen Teil des Charmes aus.

Der Umzug als gesellschaftlicher Spiegel

Der grosse Zunftumzug am Montag war erneut der Höhepunkt für viele Zuschauerinnen und Zuschauer. Hunderte von Zünftlern zu Pferd oder zu Fuss präsentierten ihre Zünfte mit Stolz und sichtbarer Freude. Entlang der Route standen Tausende von Menschen, Einheimische ebenso wie Gäste aus dem In- und Ausland. Das Sechseläuten funktioniert dabei wie ein gesellschaftlicher Spiegel: Es zeigt die Verbundenheit mit Tradition, aber auch die Offenheit der Stadt.

In den letzten Jahren wurde immer wieder darüber diskutiert, wie zeitgemäss gewisse Aspekte des Festes sind. Auch dieses Jahr war spürbar, dass sich das Sechseläuten weiterentwickelt. Themen wie Diversität, Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit finden zunehmend Platz in Gesprächen rund um das Fest, nicht als Bruch mit der Geschichte, sondern als deren Fortführung.

Der Böögg und die kollektive Spannung

Am späten Nachmittag richtete sich dann alles auf den Böögg. Die Schneemannfigur, prall gefüllt mit Feuerwerk, thront über dem Scheiterhaufen und wird zum Projektionsobjekt kollektiver Erwartungen. Die Zeit bis zur Explosion des Kopfes wird traditionell als Wetterorakel für den kommenden Sommer gelesen, ein augenzwinkernder Aberglaube, der dennoch jedes Jahr für Nervenkitzel sorgt.

Als die Flammen höher schlugen und die Sekunden vergingen, lag eine besondere Spannung in der Luft. Jubel, Raunen und Applaus begleiteten den Moment der Explosion. Unabhängig davon, was die gemessene Zeit für den Sommer verheisst, zählt vor allem das gemeinsame Erleben. Genau darin liegt die Stärke des Sechseläutens: Es schafft einen Moment, in dem eine Stadt innehält, zusammenkommt und sich ihrer eigenen Geschichte bewusst wird.

Am Ende bleibt das Gefühl, Teil von etwas Grösserem gewesen zu sein. Das diesjährige Sechseläuten hat erneut gezeigt, dass Tradition kein starres Konstrukt ist, sondern ein lebendiger Prozess, getragen von Menschen, Erinnerungen und der Lust, den Frühling gemeinsam zu begrüssen.

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Bildquelle: Claudio Schwarz via Unsplash

Mittwoch, 4. Februar 2026

Das Chalandamarz in Sils

Eine jahrhundertealte Tradition im Engadin


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      04. Februar 2026, Jonathan Schönholzer

Der 1. März beginnt in Sils nicht leise. Schon früh hallen Glocken durch die Gassen, vermischen sich mit Kinderstimmen und dem Knirschen von Schnee unter schweren Schuhen.
Chalandamarz 2026 ist in Sils mehr als ein Datum im Kalender, es ist ein lebendiges Stück Engadiner Identität, das jedes Jahr aufs Neue spürbar macht, wie stark Tradition und Gemeinschaft hier verwoben sind.

Ein Dorf im Rhythmus der Glocken

In ihren blauen Hemden und roten Zipfelmützen ziehen die Kinder und Jugendlichen durch das Dorf, bewaffnet mit grossen und kleinen Glocken. Der Rhythmus ist kein Zufall: Mit jedem Schritt, jedem Schwung soll der Winter vertrieben werden. Was archaisch klingt, ist bis heute fest im Alltag verankert. Chalandamarz ist kein folkloristisches Schauspiel für Zuschauer, sondern ein Fest, das von den Einheimischen getragen wird und in das Gäste behutsam eintreten dürfen.

Sils unterscheidet sich dabei spürbar von anderen Engadiner Orten. Der Umzug wirkt hier intimer, beinahe persönlicher. Man kennt sich, man grüsst sich, man bleibt stehen, um zuzuhören. Die traditionellen Lieder, auf Romanisch gesungen, erzählen vom Frühling, von Neubeginn und vom Zusammenhalt. Auch 2026 liegt in diesen Stimmen etwas Zeitloses, als würde sich für einen Moment eine Brücke zwischen Generationen spannen.

Zwischen Brauchtum und Alltag

Nach dem Umzug füllen sich Dorfplatz und Gasthäuser. Es wird gelacht, diskutiert und gegessen. Typische Speisen wie die süssen Chalandamarz-Küchlein wechseln die Hände, während Kinder stolz ihre Rolle im Umzug reflektieren. Für viele Familien gehört dieser Tag zu den wichtigsten des Jahres, ein Moment, in dem Tradition nicht erklärt, sondern gelebt wird.

Bemerkenswert ist, wie selbstverständlich sich das Brauchtum in den modernen Alltag einfügt. Besucher erreichen Sils oft bequem mit der Rhätischen Bahn, die auch an diesem besonderen Tag zuverlässig durch die verschneite Landschaft fährt. Schon die Anreise stimmt auf das Erlebnis ein: Weite Täler, klare Luft und das Gefühl, langsam in eine andere Zeit einzutauchen.

Ein stilles Versprechen an den Frühling

Chalandamarz 2026 zeigt eindrücklich, dass Tradition kein starres Relikt ist. Sie verändert sich, bleibt aber in ihrem Kern gleich. Kinder wachsen hinein, übernehmen Verantwortung, lernen Lieder und Bedeutungen, die weit über den einzelnen Tag hinausreichen. Für Gäste eröffnet sich die seltene Gelegenheit, Teil eines lebendigen Rituals zu sein, nicht als Konsumenten, sondern als respektvolle Beobachter.

Am Nachmittag kehrt langsam Ruhe ein. Die Glocken verstummen, der Schnee trägt wieder nur vereinzelte Schritte. Doch etwas bleibt zurück: das Gefühl, Zeuge von etwas Echtem gewesen zu sein. Chalandamarz in Sils ist kein grosses Spektakel, sondern ein stilles Versprechen, dass der Frühling kommt, dass Gemeinschaft trägt und dass manche Traditionen gerade deshalb überleben, weil sie nicht erklärt werden müssen.

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Bildquelle: Hans via Pixabay

Mittwoch, 28. Januar 2026

White Turf St. Moritz 2026

Rennsport, Winterglamour und Schweizer Präzision


Lesezeit:           4 Min.
Publikation:      28. Januar 2026, Jonathan Schönholzer


Der gefrorene St. Moritzer See wird ab dem 7. Februar 2026 zu einer der aussergewöhnlichsten Rennbahnen der Welt. White Turf steht seit über hundert Jahren für eine einzigartige Kombination aus Pferderennen, Wintersport, gesellschaftlichem Treffpunkt und alpiner Kulisse. Drei Rennsonntage bringen internationale Gäste, Spitzensport und stilvolle Unterhaltung ins Engadin und machen St. Moritz zum Zentrum eines Winterspektakels, das weit über die Schweiz hinausstrahlt.

Rennsport auf Eis: Ein weltweit einzigartiges Setting

Was White Turf so besonders macht, ist der Austragungsort selbst. Wo normalerweise eine winterliche Naturlandschaft dominiert, entsteht für kurze Zeit eine vollwertige Rennarena auf dem zugefrorenen See. Trab- und Galopprennen werden direkt auf dem Eis ausgetragen und ziehen jedes Jahr Spitzenreiter, erfahrene Trainer und leistungsstarke Pferde aus ganz Europa an. Ergänzt wird das sportliche Programm durch das spektakuläre Skikjöring, bei dem Pferde Skifahrer mit hoher Geschwindigkeit über die Eisbahn ziehen. Diese Disziplin ist international nahezu einzigartig und gilt als eines der emotionalen Highlights von White Turf.

Die besonderen Bedingungen verlangen Mensch und Tier viel ab. Das Laufen auf Eis erfordert nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Präzision, Erfahrung und gegenseitiges Vertrauen. Genau diese Herausforderung macht den sportlichen Wert der Rennen aus und verleiht jedem Sieg auf dem St. Moritzer See einen besonderen Stellenwert.

Lifestyle, Gesellschaft und starke Partnerschaften

Neben dem Sport ist White Turf seit jeher ein gesellschaftliches Ereignis. Das Event verbindet Pferderennsport mit alpinem Lifestyle, Mode, Kulinarik und Networking. Temporäre Lounges, Hospitality-Zelte und stilvoll gestaltete Zuschauerbereiche schaffen eine Atmosphäre, die sportliche Spannung und entspannten Genuss vereint. Besucher flanieren zwischen Rennbahn und Champagnerbar, während im Hintergrund die verschneiten Gipfel des Engadins für eine unvergleichliche Kulisse sorgen.

Auch hochkarätige Sponsoren sind dabei. UBS und Longines engagieren sich seit Jahren als wichtige Unterstützer und prägen White Turf mit Eleganz und Präzision, was dem Anlass eine internationale Strahlkraft verleiht.

Bedeutung für die Region und nachhaltige Perspektiven

White Turf ist nicht nur ein Highlight im Eventkalender, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für das Engadin. Hotels, Restaurants und lokale Dienstleister profitieren vom internationalen Gästemix, während St. Moritz seine Position als exklusive Winterdestination weiter festigt. Gleichzeitig gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Die Infrastruktur auf dem See ist temporär angelegt, und der Schutz der Natur steht im Fokus der Organisation. Nach dem letzten Renntag soll der See wieder vollständig in seinen natürlichen Zustand zurückkehren.

White Turf St. Moritz 2026 steht damit exemplarisch für die Verbindung von Tradition und Moderne. Hochklassiger Sport, eindrucksvolle Natur, gesellschaftliche Begegnungen und verantwortungsvolle Organisation verschmelzen zu einem Erlebnis, das es in dieser Form nur einmal gibt. Für Besucher wie Teilnehmer bleibt White Turf ein Fixpunkt des Winters, elegant, spannend und unverwechselbar schweizerisch.

Bildquelle: marcelkessler via Pixabay

Freitag, 23. Januar 2026

Luzerner Fasnacht 2026 – Rüüdigi Zyt

Urknall, Guggenmusik und Monstercorso: Die Luzerner Fasnacht 2026

Lesezeit:        4 Min.
Publikation:    23. Januar 2026, Jessy Thür

12.–17. Februar 2026 in Luzern

Die Luzerner Fasnacht gehört zu den beliebtesten und ausgelassensten Fasnachtsveranstaltungen der Schweiz, ein farbenfrohes, lautes und traditionsreiches Spektakel, das jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher in die Stadt an der Reuss zieht. Von Donnerstag, dem 12. Februar, bis Dienstag, dem 17. Februar 2026, verwandelt sich Luzerns historische Altstadt in eine Bühne für Guggenmusik, fantasievolle Kostüme, Trommeln, Trompeten und ausgelassene Stimmung – kurzum: Rüüdigi Zyt!

Was ist die Luzerner Fasnacht?

Die Luzerner Fasnacht ist das grösste jährliche Volksfest der Stadt Luzern. Sie markiert die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ – eine Zeit ausgelassener Feierlichkeiten, die mit alten Bräuchen und moderner Partykultur verschmilzt. Von frühmorgendlichen Weckrufen bis zu nächtlichen Paraden bieten die Fasnachtstage ein intensives und vielschichtiges Erlebnis für Jung und Alt.

Die Fasnacht unterscheidet sich von anderen regionalen Fasnachtsformen dadurch, dass sie weniger formalisiert, dafür umso spontaner und lebhafter ist: Hunderte Guggenmusik-Gruppen ziehen durch die Gassen, spielen schräge Rhythmen und improvisieren laute, mitreissende Musik. Gleichzeitig verwandeln fantasievolle Masken und Kostüme die Altstadt in einen bunten, pulsierenden Ort voller Energie.

Programm-Highlights 2026

Die Luzerner Fasnacht erstreckt sich über sechs Tage voller Events, die jeden Tag neue Höhepunkte bieten. Hier einige der wichtigsten Programmpunkte:

Schmutziger Donnerstag – 12. Februar 2026

  • 05:00 Uhr: Urknall – der offizielle Startschuss mit Kanonenschuss und Konfettiregen am Seeufer, gefolgt vom Fritschitagwache-Weckruf.
  • 08:00 Uhr: Fritschizug – farbenfroher Umzug durch die Altstadt mit Bruder Fritschi und Zunftmitgliedern.
  • 14:00 Uhr: Grosser Fritschiumzug – das erste grosse Strassenfest mit Guggenmusik und Gruppen.
  • Abend: Guuggerbühnen und Musik bis spät in die Nacht.

Güdismontag – 16. Februar 2026

  • 06:00 Uhr: Tagwach – der zweite grosse Weckruf mit Monsterkonzert.
  • 14:00 Uhr: Wey-Umzug – Parade der Guggenmusik-Gruppen durch die Stadt.
  • Restlicher Tag: Zögli, Bühnen und weitere Musik-Events.

Güdisdienstag – 17. Februar 2026

  • 14:30 Uhr: Chendermonschter – Kinderumzug durch die Altstadt (Start beim Mühlenplatz).
  • 19:30 Uhr: Monstercorso – der spektakuläre Abschlussumzug mit beleuchteten „Monstern“ und unzähligen Guggenmusiken.
Zwischen diesen grossen Höhepunkten entstehen überall in der Stadt spontane Fasnachtsaktionen: Musikgruppen, Strassenkünstler, Tanzende und singende Menschen füllen Plätze wie den Kornmarkt, Kapellplatz oder die Reuss-Brücken mit Leben.

Tradition und Atmosphäre

Das Herzstück der Luzerner Fasnacht ist die starke Verwurzelung in lokalen Traditionen. Zu den immer wieder gehörten Begriffen gehören Tagwach, Urknall, Fritschi, Guuggerbaum, Zünfte und Usgüüglete – alles Ausdrucksformen und Rituale, die über Jahrzehnte gewachsen sind und das kollektive Fasnachtsgefühl prägen.

Besonders eindrucksvoll ist der Urknall, ein morgendliches Spektakel, das mit einem lauten Knall und einem Konfettiregen beginnt. Die Guggenmusiken – oft in schrillen Kostümen unterwegs – spielen ohne Unterlass und sorgen für eine dichte, laute und fröhliche Atmosphäre, die in ganz Luzern spürbar ist.

Tipps für Besucherinnen und Besucher

  • Kostüm nicht vergessen: Wer maskiert ist, gehört zum Fest – und erlebt die Fasnacht intensiver.

  • Früh da sein: Besonders um die morgendlichen Starts herum lohnt es sich, früh aufzustehen, um die traditionellen Rituale live zu erleben.

  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Luzern bietet während der Fasnacht spezielle Fahraufstockungen und Fasnacht-Abos, um die Anreise stressfrei zu gestalten.

Ein Muss im Veranstaltungskalender 2026

Die Luzerner Fasnacht 2026 ist ein unvergleichliches Erlebnis für alle Fasnachtsfans und solche, die es noch werden wollen. Sechs Tage voller Musik, Tradition, verrückter Kostüme und ausgelassener Stimmung machen sie zu einem der Höhepunkte im Kultursommer der Schweiz – auch wenn sie im Winter stattfindet! Vom Urknall am frühen Donnerstagmorgen bis zum Monstercorso am Dienstagabend: Die Luzerner Fasnacht ist ein Fest, das du so schnell nicht vergessen wirst.

Wer nach weiteren aussergewöhnlichen Veranstaltungen in der Schweiz stöbern möchte, findet viele spannende Inspirationen auf eventkalender.ch und auf der Seite für aktuelle Events im Kanton Luzern.

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Frühlingserwachen 2026: Die schönsten Frühlingsmärkte im März in der Schweiz

Wenn der Frühling ruft: Die schönsten Märkte im März 2026 in der Schweiz Lesezeit:        5 Min. Publikation:    19. Februar 2026, Jessy Thü...