Ein 226 Kilometer Ausdauertest gegen die eigenen Grenzen
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Publikation: 04. Juni 2026, Jonathan Schönholzer
Am Sonntag, dem 5. Juli 2026, ist es wieder so weit. Der Ironman Switzerland findet zum sechsten Mal in Thun statt, und die Veranstalter haben die Verträge bereits bis 2027 verlängert. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung und atemberaubender Kulisse rund um den Thunersee gilt als eine der attraktivsten weltweit. Jahr für Jahr wird die Radstrecke von den Athletinnen und Athleten zur schönsten des gesamten Ironman-Kalenders gewählt. Rund 2'000 internationale Teilnehmer werden erwartet, angefeuert von etwa 50'000 Zuschauern entlang der Strecke. Die Stimmung ist bekanntlich ausgelassen, und die Thuner Bevölkerung sowie die vielen Gäste aus aller Welt fiebern bei sommerlichen Temperaturen von durchschnittlich 23 Grad mit ihren Favoriten mit.
Schwimmen im glasklaren See
Der Start erfolgt traditionsgemäss beim Strandbad Thun, direkt neben dem Lachen-Stadion. Von dort aus tauchen die Athleten in den Thunersee, dessen Wassertemperatur im Juli meist bei angenehmen 17 bis 19 Grad liegt. Die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke führt als einfache Schleife gegen den Uhrzeigersinn durch das glasklare Wasser, bevor es zurück in die Marina neben dem Strandbad geht. Für diese erste Disziplin haben die Teilnehmer maximal zwei Stunden und zwanzig Minuten Zeit, bevor das Rennen für sie beendet wäre. Die Wechselzone wartet danach direkt auf dem Fussballplatz des Lachen-Stadions. Die ersten Athleten verlassen das Wasser bereits nach knapp 50 Minuten, während die breite Masse etwa eine Stunde und zehn Minuten für diese Distanz benötigt.
Radfahren durch die Alpen
Auf den 180,2 Kilometern der Radstrecke wartet die eigentliche Herausforderung. Der Kurs führt zunächst in Richtung Spiez, bevor es vom See weg ins schöne Gürbetal geht. Die Strecke verläuft weiter Richtung Flughafen Bern und durch den Naturpark Gantrisch. Zwei Runden sind zu absolvieren, die insgesamt gut 2'000 Höhenmeter zu bieten haben. Pro Runde gilt es etwas mehr als 1'000 Höhenmeter zu bewältigen, was die Radstrecke durchaus anspruchsvoll macht. Die Athleten werden auf diesem Teil des Rennens mit Panoramablicken auf die Berggiganten Eiger, Mönch und Jungfrau belohnt. Die Kombination aus steilen Anstiegen, schnellen Abfahrten und welligem Terrain verlangt den Teilnehmern alles ab. Die schnellsten Profis bewältigen die Distanz in etwa viereinhalb Stunden, während Altersklassenathleten oft sechs bis sieben Stunden unterwegs sind.
Laufen ins Ziel mit viel Stimmung
Nach der Rückkehr in die Wechselzone beginnt der Marathon. Die 42,2 Kilometer lange Laufstrecke ist im Gegensatz zur Radstrecke nahezu komplett eben. Sie führt die Athleten entlang des Seeufers direkt am Wasser entlang, vorbei am schönen Schadaupark mit seinem Schloss und der malerischen Aare. Die Strecke verläuft weiter durch die historische Altstadt mit ihren Lauben und Gassen, bevor es auf den Pfaden des Thun City Run aus der Stadt hinausgeht. Drei Runden sind zu absolvieren, wobei die Stimmung entlang der Strecke mit jedem Kilometer zunimmt. Die Zuschauer feuern unermüdlich an, viele bieten private Verpflegungsstellen an. Nach insgesamt maximal 17 Stunden überqueren die Athleten erschöpft, aber euphorisch die berühmte rote Ziellinie. Das Rennen ist nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern für viele auch die lang ersehnte Qualifikation für die lang ersehnte Qualifikation für die Ironman World Championship.
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Bildquelle: fatherofsa via Pixabay






