Lesen neu erleben: Das Lesefestival in Kreuzlingen verbindet Generationen
Lesezeit: 4 Min.
Publikation: 24. März 2026, Jessy ThürEin Festival, viele Facetten
Das Lesefestival ist bewusst als offenes, generationsübergreifendes Format konzipiert. Es geht weit über klassische Lesungen hinaus: Workshops, Performance-Stationen, kreative Angebote für Kinder und Jugendliche, interaktive Medien-Formate und Diskussionsrunden beleuchten das Thema „Lesen“ aus unterschiedlichsten Perspektiven. So wird Lesen nicht nur als passive Tätigkeit, sondern als kreativer, sozialer und sinnlicher Prozess erfahrbar.Zentraler Veranstaltungsort ist das Medien- und Didaktikzentrum der PHTG, Unterer Schulweg 3 in Kreuzlingen. Doch das Festival spielt sich nicht nur hier ab: Kooperationspartner wie Bibliotheken, Kulturhäuser und Schulen diverser Stufen sind über die ganze Stadt verstreut und tragen zum facettenreichen Programm bei.
Was macht das Lesefestival so besonders?
Was dieses Festival einzigartig macht, ist sein Ansatz, Lesen als kulturellen Knotenpunkt zwischen Bildung, Medien und Gesellschaft zu etablieren. In Zeiten, in denen die Informationslandschaft digitalisiert und fragmentiert ist, rückt das Festival die Frage in den Mittelpunkt:Welche
Rolle spielt Lesen heute und wie verändert sich unser Umgang mit Texten in
einer digitalen Kultur?
Anders als reine Buchmessen oder klassische Literaturtage setzt das Festival auf Vielfalt: Ob Hörspiel-Workshops im Tonstudio, Synchronsprecher-Stationen im Videostudio oder Geschichtenwanderungen am See, Lesen wird als lebendige Praxis erlebbar gemacht, die Kopf, Herz und Sinne gleichermassen anspricht.
Highlights für jede Altersgruppe
Das Programm ist bewusst bunt und richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene:- Startveranstaltung mit Podiumsdiskussion: Am 17. März wird das Festival offiziell eröffnet. Vertreterinnen und Vertreter aus Medien, Bildung und Kultur sprechen über die Bedeutung des Lesens in der modernen Gesellschaft.
- Kreative Schreib- und Performance-Workshops: Unter dem Titel „Flüsterpost“ erfahren Erwachsene, wie leise Töne und poetische Nähe zu einem neuen Lese- und Schreibgefühl werden können.
- Mitmachen für Jung und Alt: Kinder und Jugendliche können im Video- oder Tonstudio eigenständig kreativ werden, zum Beispiel eine Hörspielsequenz produzieren oder einen Trickfilm synchronisieren.
- Buchclubs und Lesungen: Neben deutschsprachigen Formaten gibt es auch internationale Akzente wie eine englischsprachige Book-Club-Session mit Diskussion über Literaturklassiker.
- Familien- und Kinderangebote: Von Bilderbuchstunden bis zu buchstäblichen Spaziergängen mit Geschichten entlang des Bodensees, für die kleinsten Lesebegeisterten ist ebenfalls gesorgt.
Warum ein Lesefestival gerade jetzt?
Lesen ist weit mehr als eine schulische Pflicht oder Freizeitbeschäftigung: Es ist ein Schlüssel zur Welt, zur Verständigung und zum kritischen Denken. In einer Zeit, in der digitale Medien unseren Alltag dominieren, lädt das Festival ein, bewusst innezuhalten und das geschriebene Wort wieder als Quelle von Wissen, Empathie und Gemeinschaft zu entdecken.Die Initiatorinnen und Initiatoren aus der Region – darunter Lehrpersonen, Kulturvermittler und Bibliotheksteams – verstehen das Festival auch als gesellschaftliches Projekt: Es fördert Lesekompetenzen, stärkt kulturelle Teilhabe und schafft Begegnungsräume zwischen Generationen und verschiedenen Lebenswelten.
Ein Ort der Begegnung und Inspiration
Das Lesefestival Kreuzlingen schafft einen besonderen Raum, in dem Literatur lebendig wird – nicht nur als abgeschlossene Kunstform, sondern als soziales Erlebnis. Junge Menschen können ausprobieren, experimentieren und eigene Ausdrucksformen finden; Erwachsene dürfen neu über das Lesen nachdenken und sich mit anderen austauschen. Durch seine offene Struktur wird das Lesefestival zu einem Ort des gemeinsamen Lernens und des kreativen Miteinanders.Wer nach weiteren Veranstaltungen in der Schweiz stöbern möchte, findet viele spannende Inspirationen auf eventkalender.ch.

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